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Das Metropolitan Museum of Art — eine Annäherung

Das Metropolitan Museum of Art ist das größte Kunstmuseum Amerikas und eines der wenigen Häuser der Welt, die sich ernsthaft vornehmen, die gesamte Menschheitsgeschichte unter einem Dach zu zeigen. Wer das Hauptgebäude an der Fifth Avenue betritt, bewegt sich nicht durch ein Museum, sondern durch eine kleine Stadt aus Abteilungen.

Gründung 1870

Das Met wurde 1870 von einer Koalition aus amerikanischen Unternehmern, Künstlern und Intellektuellen gegründet, die eine nationale Kunstsammlung schaffen wollten, die es mit den europäischen Häusern aufnehmen konnte. Das Gebäude an der Fifth Avenue eröffnete 1880; Erweiterungen von Calvert Vaux, McKim Mead & White sowie Kevin Roche haben es im Lauf des zwanzigsten Jahrhunderts immer wieder umgeformt.

Größenordnung

Etwa zwei Millionen Objekte umspannen 5.000 Jahre Kulturgeschichte. Das Hauptgebäude an der Fifth Avenue hat eine Nutzfläche von rund 190.000 Quadratmetern — sehbar in einem einzigen Besuch ist daher ein Bruchteil.

Ägyptische Sammlung

Den Mittelpunkt des Sackler Wing bildet der Tempel von Dendur (römerzeitlich-ägyptisch, etwa 10 v. Chr.), den Ägypten 1965 als Dank für die amerikanische Beteiligung an der UNESCO-Rettungskampagne um den Assuan-Hochdamm geschenkt hat. Die ägyptische Abteilung umfasst insgesamt 26.000 Objekte.

Europäische Malerei

In den europäischen Galerien hängen 2.500 Gemälde — darunter 35 Monet, 18 Cézanne, 21 El Greco, fünf Vermeer und mehrere wichtige Caravaggio. Eine jüngere Neuhängung hat die Säle chronologisch geordnet.

American Wing

Der American Wing widmet sich der amerikanischen Malerei und dem Kunsthandwerk seit dem siebzehnten Jahrhundert. Schlüsselbilder wie John Singer Sargents Madame X, Emanuel Leutzes Washington überquert den Delaware und die historischen Period Rooms machen ihn zur wichtigsten Adresse für US-Kunstgeschichte überhaupt.

Griechen und Römer

Die 2007 erweiterten griechisch-römischen Galerien zeigen die Cesnola-Sammlung aus Zypern, das Material aus Sardes und die Wandmalereien aus der Villa von Boscoreale — letztere geben einen seltenen Eindruck vom Innenraum einer kampanischen Villa.

Asiatische Kunst

Die Florence and Herbert Irving Galleries stellen eine umfangreiche Sammlung süd- und südostasiatischer Kunst aus. Der Astor Court, 1981 von chinesischen Handwerkern in traditioneller Technik nach dem Vorbild eines Gelehrtengartens der Ming-Zeit gebaut, ist eine kleine Insel der Ruhe.

The Cloisters

Die Met Cloisters im Fort Tryon Park, 1938 eröffnet, beherbergen die mittelalterliche Sammlung in einem Gebäude, das Elemente von fünf französischen Klosteranlagen integriert. Zentrum der Sammlung sind die Einhorn-Tapisserien aus der Spätgotik.

Besuchsstrategie

Pay-what-you-wish gilt für Bewohner von New York State sowie für Studierende der drei Nachbarstaaten; alle anderen zahlen 30 Dollar. Geöffnet täglich außer mittwochs. Die Cloisters sind im Eintrittspreis des Hauptgebäudes enthalten, lassen sich aber nicht an einem Tag damit verbinden — sie lohnen den eigenen Besuch.

Auf der Karte sind Hauptgebäude und Cloisters verzeichnet; eine Reise lässt sich gut auf zwei oder drei Tage verteilen.