Die wichtigsten Naturkundemuseen
Naturkundemuseen sind die populärsten Sammlungshäuser der Welt — und zugleich diejenigen mit den dichtesten wissenschaftlichen Magazinen. Was im Schausaal hängt, ist meist nur ein winziger Bruchteil dessen, was im Hintergrund untersucht wird. Die folgenden zehn Häuser definieren das Feld.
Natural History Museum, London
Alfred Waterhouses Terrakotta-Kathedrale der Naturgeschichte an der Cromwell Road, 1881 eröffnet, bewahrt 80 Millionen Belegstücke — die Vogelsammlung Wallaces, Dodo-Skelette und Darwins Tauben. Dippy der Diplodocus tourte 2018-22; heute schwebt Hope, das Skelett eines Blauwals, in der Hintze Hall.
American Museum of Natural History, New York
Am Central Park West beherbergt das AMNH die Dinosaurier-Säle mit der seit 1915 stehenden T.-rex-Aufstellung, die Hall of Biodiversity und das Hayden Planetarium im Rose Center for Earth and Space (Polshek, 2000).
Smithsonian National Museum of Natural History, Washington
Mit 145 Millionen Belegstücken das größte Naturkundemuseum der Welt — darunter der 45,5-karätige Hope-Diamant, ein afrikanischer Buschelefant in der Rotunde und ein umfangreicher Insektenzoo.
Naturalis Biodiversity Center, Leiden
2019 nach großer Erweiterung wiedereröffnet, zeigt Naturalis Trix, eines von nur drei nahezu vollständigen T.-rex-Skeletten in europäischer Schausammlung.
Senckenberg-Naturmuseum, Frankfurt am Main
Das Senckenberg bewahrt Deutschlands größten Diplodocus-Aufstellung sowie die außergewöhnliche Messel-Sammlung — eozäne Fossilien aus dem UNESCO-Welterbe-Steinbruch in seltener Erhaltungsqualität.
Field Museum, Chicago
Sue, der T. rex (bis 2018 im Hauptsaal, heute in einem eigenen Saal) und die Hopewell-Sammlung indigener Kulturen machen das Field Museum zu einem Pflichthaus in Chicago.
Naturhistorisches Museum, Wien
Gegenüber dem Kunsthistorischen, im Schwesterbau Sempers und Hasenauers, bewahrt das Naturhistorische die Venus von Willendorf sowie eine bedeutende Meteoritensammlung.
Royal Belgian Institute of Natural Sciences, Brüssel
Bewahrt die nach Bodenfläche größte Dinosaurierhalle der Welt — darunter eine vollständige Iguanodon-Herde, die 1878 aus der Kohlemine Bernissart geborgen wurde.
Museum für Naturkunde, Berlin
Das Berliner Haus präsentiert das größte aufgestellte Dinosaurierskelett der Welt — Brachiosaurus brancai aus den deutschen Grabungen in Tendaguru (1909-13). Die Provenienzdebatte ist offen und wird aktiv geführt.
Te Papa, Wellington
Das neuseeländische Nationalmuseum am Wellington-Hafen verknüpft Naturkunde mit Māori-Kultur in einer integrierten Erzählung — inklusive eines vollständigen Riesenkalmars.
Jede Liste lässt Würdiges aus; behandeln Sie die obige als Einstieg. Mit der Karte lassen sich regionale Häuser entlang einer Route entdecken.