Die besten rollstuhlgerechten Museen
Barrierefreiheit ist im Museum mehr als eine Rampe. Sie umfasst Aufzüge, Toiletten, Sitzgelegenheiten, Beleuchtung, Beschriftung, Audio- und Gebärdensprachprogramme — und vor allem geschultes Personal. Die folgenden Häuser zeigen, was möglich ist, wenn das Thema ernst genommen wird.
Smithsonian-Häuser, Washington
Alle Häuser der Smithsonian sind vollständig rollstuhlgerecht — das schreibt das Bundesgesetz vor, und die Umsetzung ist breit gelungen. Rollstühle werden kostenlos verliehen, die Mall-Lage ermöglicht problemlose Anfahrt mit der U-Bahn.
Tate Modern, London
Die Tate Modern ist konsequent barrierefrei: stufenfreier Eingang, Aufzüge auf alle Etagen, behindertengerechte Toiletten, eine Changing-Places-Anlage und taktile Führungen. Wer sich vorab telefonisch meldet, bekommt verlässlich Hilfe.
Louvre, Paris
Der Louvre ist über den Pyramiden- und den Carrousel-Eingang weitgehend zugänglich; einzelne Säle im Sully-Flügel und der Eingang aus den Tuilerien sind weniger gut erschlossen. Für Rollstuhlfahrer gibt es einen priorisierten Eingang und Leihrollstühle.
Rijksmuseum, Amsterdam
Vollständig barrierefrei, mit kostenlosem Rollstuhlverleih, behindertengerechten Toiletten und geschultem Personal. Der Cuypers-Bau aus den 1880er-Jahren wurde 2013 so saniert, dass alle Etagen per Aufzug erreichbar sind.
Metropolitan Museum of Art, New York
Das Met bietet umfassende Rollstuhlzugänglichkeit, kostenlose Leihstühle, großformatige Schilder, taktile Touren und Programme mit ASL-Dolmetschern. Im Roof Garden sind die Aufzüge ein eigenes Glanzstück.
Museum of Modern Art, New York
Das MoMA ist vollständig zugänglich, mit kostenlosem Rollstuhlverleih, Brailleplänen, audiodeskriptiven Führungen und ASL-Programmen. Die Cafés bieten ausreichend Sitzplatz für längere Pausen.
National Gallery, London
Vollständig stufenfreier Zugang; Tastrouten und audiodeskriptive Touren für sehbehinderte Besuchende; ruhige Öffnungszeiten für Menschen mit sensorischen Empfindlichkeiten. Das Modell hat sich europaweit verbreitet.
Was nicht selbstverständlich ist
Auch in barrierefreien Häusern können Sonderausstellungen, Wechselräume und Bibliotheken Stufen oder enge Türen haben. Konsultieren Sie vor dem Besuch die ausführlichen Barrierefreiheitsbroschüren auf den Websites — die meisten großen Häuser veröffentlichen sie inzwischen.
Über die physische Zugänglichkeit hinaus
State of the Art ist heute: Relaxed Sessions für Besuchende im Autismus-Spektrum, BSL- und DGS-Führungen, Sinnesrucksäcke, Ruheräume und Live-Untertitelung für Vorträge. Das Programm Sense and Sensibility der Wallace Collection in London gilt vielen als Maßstab.
Wer barrierefreie Häuser entlang einer Reiseroute sucht, findet sie auf der Karte. Eine vorherige E-Mail an das Haus klärt offene Detailfragen meist innerhalb eines Werktags.