Die schönsten Museumscafés und Restaurants
Eine längere Museumsrunde braucht eine Pause. Die besten Häuser haben daraus eigene Ziele gemacht — Räume, die für sich genommen einen Besuch lohnen, oft in Originalsubstanz. Die folgenden Adressen sind keine Restauranttipps, sondern eine Liste von Räumen, in denen sich auch Kunst entspannt.
V&A Refreshment Rooms, London
Das Café des Victoria & Albert Museum in den originalen Räumen von 1868 — Gamble Room, Morris Room, Poynter Room — ist selbst ein Hauptwerk der angewandten Kunst. Bezahlbar, allen Besuchenden zugänglich, gemächlich. Bessere Voraussetzungen zum Verweilen sind selten.
National Gallery, London
Das Ochre Restaurant im Sainsbury Wing der National Gallery bietet feinere Küche; das National Café im Ostflügel ist die unkompliziertere Alternative. Beide Räume haben Blick auf Trafalgar Square und die Architektur des Hauses.
The Modern, MoMA, New York
Danny Meyers Restaurant The Modern hält seit Jahren zwei Michelin-Sterne — Fine Dining mit Blick auf den Skulpturengarten und Werke unter freiem Himmel. Reservierung weit im Voraus.
The Wright, Guggenheim, New York
Das Restaurant The Wright im Frank-Lloyd-Wright-Bau bietet moderne amerikanische Küche in einem brillant gestalteten Raum mit Installation von Liam Gillick. Die Sichtachsen zur Rotunde sind Teil des Erlebnisses.
Café Mollien, Louvre, Paris
Das Café Mollien im ersten Stock des Denon-Flügels öffnet im Sommer seine Terrasse zur Cour Napoléon. Eine ausgezeichnete Pause inmitten eines langen Louvre-Tages — und beim Vorbeischauen ein erstaunlich ruhiger Ort.
Café Albertina, Wien
Die Terrasse des Albertina-Cafés liegt auf der Bastei und blickt über die Wiener Staatsoper, die Hofburg und den Burggarten. Eine der klassischen Kaffeesituationen Wiens — auch ohne Museumsticket gut.
Rijksmuseum, Amsterdam
Das zentrale Café im sanierten Atrium des Rijksmuseum serviert traditionell niederländische Küche in einem überraschend großen Raum. Die Sichtbeziehungen zur Sammlung sind sorgfältig komponiert.
Frühstück bei Sorolla, Madrid
Das kleine Café im Innenhof des Sorolla-Hauses ist keine Restauranthochburg, aber stilistisch unschlagbar — andalusisch inspirierter Patio mit Springbrunnen, ein paar Tische, der Garten als Hintergrund. Die beste Mittagspause in Madrid für unter 20 Euro.
Café im Kunsthistorischen Museum, Wien
Unter der Hauptkuppel des KHM zwischen den ständigen Sammlungen — eine der ungewöhnlichsten Café-Lagen Europas. Wer in Wien einen Vormittag im Haus verbringt, sollte hier zumindest einen Kaffee nehmen.
Praktische Hinweise
Reservieren Sie für die fine-dining-Adressen Wochen im Voraus; Cafés sind in der Regel walk-in, doch zu Spitzenzeiten lang. Viele Häuser bieten Bereiche in Atrien oder Gärten an, in denen mitgebrachte Picknicks erlaubt sind.
Mit der Karte lassen sich Häuser nach Service-Niveau filtern, was die Tagesplanung erheblich erleichtert.