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Die wichtigsten Designmuseen

Designmuseen sind eine relativ junge Gattung — viele wurden erst nach 1980 gegründet — und genau darum ist ihre Auswahl noch beweglich. Die folgenden zehn Häuser definieren das Feld heute, jedes mit eigener Handschrift.

Design Museum, London

Seit 2016 im umgebauten Commonwealth Institute in Kensington (Innenausbau von John Pawson) versammelt das Design Museum Produktdesign, Mode und Grafik. Die jährliche Ausstellung Designs of the Year ist eine Bestandsaufnahme der Disziplin.

Vitra Design Museum, Weil am Rhein

Frank Gehrys Bau von 1989 auf dem Vitra-Campus bei Basel beherbergt die wichtigste Möbeldesign-Sammlung der Welt — über 7.000 Stühle, von Thonet bis zur Gegenwart. Ein Tag reicht knapp.

Cooper Hewitt, New York

In Andrew Carnegies ehemaliger Stadtvilla an der Fifth Avenue widmet sich das Cooper Hewitt Produktdesign, Tapeten, Textilien und digitalen Medien. Die interaktiven Stationen mit dem "Pen" zählen zu den klügsten Vermittlungsangeboten im Feld.

Design Museum Holon, Israel

Ron Arads aus Cortenstahl-Schleifen gewickelter Bau von 2010 ist selbst eine Design-Ikone. Die Wechselausstellungen behandeln zeitgenössisches Design international.

Triennale Design Museum, Mailand

Im Palazzo dell'Arte richtet die Triennale die gleichnamige Designtriennale aus und unterhält eine ständige Sammlung italienischen Designs — Castiglioni, Sottsass, Magistretti. Wer Mailand wegen Möbeln besucht, fängt hier an.

Museum für Gestaltung, Zürich

Das führende Designmuseum der Schweiz nutzt das Schaudepot im Toni-Areal, um tausende Objekte als Studiensammlung zugänglich zu machen — eine Lösung, die andere Häuser gerade übernehmen.

Designmuseum Danmark, Kopenhagen

In einem Krankenhausbau des 18. Jahrhunderts gelegen, zeigt das Designmuseum dänisches Design von der Stuhltradition (Wegner, Jacobsen, Hansen) bis zu zeitgenössischen Arbeiten. Kein Haus rückt das skandinavische Sitzen ehrlicher in den Mittelpunkt.

Die Neue Sammlung, München

Innerhalb der Pinakothek der Moderne ist Die Neue Sammlung die größte Designsammlung der Welt. Industriedesign und Grafik vom Bauhaus bis heute lassen sich hier in einem Haus durchwandern.

Architektur- und Designabteilung des MoMA, New York

Die A&D-Abteilung des MoMA besitzt die kanonischen Objekte des 20. Jahrhunderts: den Aalto-Hocker, den Eames Lounge Chair, Rietvelds Rot-Blau-Stuhl. Das Lehrbuch in einem Raum.

Designsammlung des Centre Pompidou, Paris

Die Pariser Sammlung umfasst zentrale französische und internationale Arbeiten, mit besonderem Schwerpunkt auf italienischem Nachkriegsdesign und skandinavischer Moderne. Während der Renovierung wandert sie durch Partnerhäuser.

Jede Liste ist diskutabel; die obige ist als Einstieg gedacht. Mit der Karte lassen sich Werkbund-Sammlungen und kleinere Designhäuser regional erkunden.