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Das MoMA — eine Annäherung

Das Museum of Modern Art ist die wichtigste Erzählung der modernen Kunst, die im zwanzigsten Jahrhundert geschrieben wurde — und der Ort, an dem ein bestimmtes, sehr einflussreiches Verständnis davon, was Moderne ist, kuratiert, kanonisiert und exportiert wurde. Wer das Haus betritt, betritt ein Lehrbuch in dreidimensionaler Form.

Gründung 1929

Das MoMA wurde 1929 von drei Frauen gegründet — Abby Aldrich Rockefeller, Lillie P. Bliss und Mary Quinn Sullivan — als erstes Museum New Yorks, das sich ausschließlich der modernen Kunst widmen sollte. Die Eröffnungsausstellung fand neun Tage nach dem Wall-Street-Crash statt. Die Mischung aus Mut und Glück blieb stilbildend.

Fünf Bauphasen

Der ursprüngliche Bau von Philip Goodwin und Edward Durell Stone (1939) wurde von Cesar Pelli (1984), Yoshio Taniguchi (2004) und Diller Scofidio + Renfro (2019) erweitert. Mit der Erweiterung von 2019 kamen rund 3.700 Quadratmeter zusätzliche Ausstellungsfläche hinzu, dazu die Integration des Grundstücks des aufgelösten American Folk Art Museum.

Ikonische Werke

Picassos Les Demoiselles d'Avignon (1907), van Goghs Sternennacht (1889), Matisses Tanz (I, 1909), Pollocks One: Number 31 (1950), Warhols Campbell's Soup Cans (1962), Dalís Beständigkeit der Erinnerung (1931), Rousseaus Schlafende Zigeunerin (1897), Klimts Hoffnung II (1907-08) — die Liste ließe sich verlängern, aber jedes dieser Werke gehört zum Kernkanon.

Sechs Abteilungen

Sechs kuratorische Abteilungen gliedern das Haus: Malerei und Skulptur, Architektur und Design, Zeichnungen und Druckgrafik, Fotografie, Film, Medien- und Performance-Kunst. Die strikte mediale Trennung — als sei "Modernität" eine Mediensache — geht auf die Gründungszeit zurück und wird inzwischen aufgeweicht.

Fotografie

Das 1940 von Beaumont Newhall gegründete Fotografie-Departement wurde von Edward Steichen, John Szarkowski und Peter Galassi geprägt. Heute umfasst die Sammlung die kanonische Geschichte des Mediums von Atget bis in die Gegenwart und gilt als eine der wichtigsten überhaupt.

Architektur und Design

Die Sammlung Architektur und Design umfasst die kanonischen Designobjekte des zwanzigsten Jahrhunderts — den Aalto-Hocker, den Eames Lounge Chair, den Rietveld Red Blue Chair — und das Good-Design-Programm, das jährlich ausgezeichnete Industriedesignobjekte präsentiert.

Film und PS1

Das Filmarchiv des MoMA umfasst 30.000 Titel; die Roy- und Niuta-Titus-Säle zeigen den Bestand täglich. PS1 in Long Island City, seit 2000 zum MoMA gehörig, präsentiert Gegenwartskunst in einem ehemaligen Schulgebäude — die Warm-Up-Sommerkonzertreihe gehört zum festen New Yorker Sommerkalender.

Die Neuhängung von 2019

Die Wiedereröffnung 2019 hat die Dauerausstellung neu gehängt: zuvor randständige Stimmen — insbesondere weibliche Künstlerinnen und nichtwestliche Modernen — wurden integriert, die Werke rotieren häufiger. Der Umbau bleibt ein aktives Gespräch innerhalb der Kunstgeschichte.

Besuchsstrategie

Zeitfenster-Tickets sind erforderlich; im Voraus buchen. UNIQLO Free Friday Nights (16-20 Uhr) bieten kostenlosen Eintritt am Freitagabend. Geöffnet täglich. Wer das Haus an einem normalen Wochentagvormittag besucht, hat die besten Karten — die Touristenmassen kommen ab Mittag.

Auf der Karte sind das Hauptgebäude in Midtown und PS1 in Long Island City verzeichnet.